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Veranstaltungen
in der "Kultur- und Gedenkstätte
Ehemalige Synagoge", Am Binnenhafen 17
(Terminänderungen möglich, bitte Tagespresse beachten!)

Mittwoch,
25.01.2012, 19 Uhr
Werk über Juden Schleswig-Holsteins wird vorgestellt
Bettina Goldberg ist die beste Kennerin der Geschichte der Juden Schleswig-Holsteins. Ergebnis ihrer jahrelangen Forschungen zu diesem Thema ist ihre Habilitationsschrift, die unter dem Titel: „Abseits der Metropolen. Die jüdische Minderheit in Schleswig-Holstein“ kürzlich veröffentlicht wurde. Für ihre Arbeit wertete sie nicht nur schriftliche Quellen aus, sie führte auch Gespräche mit ehemaligen schleswig-holsteinischen Juden. Eine ihrer Interviewpartnerinnen war Rita Bar-On, Tochter des einst Am Markt 6 lebenden Produktenhändlers Leopold Meier. Sie berichtet über ihre beinahe unbeschwerte Kindheit in Friedrichstadt, die endete, als Nationalsozialisten am 10.11.1938 in ihre Wohnung eindrangen und diese verwüsteten. In einer Anmerkung ist zu lesen, dass ihre Eltern einem Betrüger Geld für ihre Ausreise gaben, die jedoch nie stattfand. Sie kamen wie auch ihr Bruder Rolf im Ghetto Minsk um. Bettina Goldberg berichtet jedoch nicht nur vom Leben vor und während der NS-Zeit, sie beschreibt auch, wie nach dem Krieg langsam wieder jüdische Gemeinden in Schleswig-Holstein entstanden. Die Autorin wird ihr Buch, das auch mit finanzieller Hilfe der Stadt Friedrichstadt und der Gesellschaft für Friedrichstädter Stadtgeschichte erscheinen konnte, persönlich vorstellen. Der Eintritt für diese Veranstaltung ist frei.
Freitag,
27.01.2012, 15 Uhr
Kranzniederlegung am Jüdischen Friedhof Treenefeld, anschließend Gedenkveranstaltung in der Ehemaligen Synagoge
Mittwoch,
01.02.2012 20.00 Uhr
Dr. Ulrich Weber: "Wi snackt" oder "wi schnacken" Platt? Vortrag der Universitätsgesellschaft

Mittwoch,
08.02.2012 19.00 Uhr
Ursula Eisenberg: 100 Gedichte vom Zustand der Welt, Lesung
Ursula Eisenberg macht sich Gedanken über den Zustand der Welt und versteht es, auch die Kritischsten Themen originell, mit Witz und sprachlichem Formgefühl umzusetzen. Ihr Stil ist geprägt von der Fähigkeit, konkrete Szenen eindrücklich zu schildern und Banales mit Weltbewegendem zu verknüpfen. Eintritt: 3.- Euro.

Freitag,
24.02.2012 19.30 Uhr
Leon Gurvitch, Klavierkonzert „Klezmer und Jazz“, Eintritt: 12.- Euro
Leon Gurvitch. Geboren in Minsk (Weißrussland), in Klassik und Jazz ausgebildeter Musiker, studierte u. a. an der Musikhochschule in Minsk und an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Komponierte 2001 die Filmmusik zu einem Film des Oscar-Gewinners und Hollywoodproduzenten Menahem Golan („Death Game“). Seit 2004 ist er Dozent am Johannes-Brahms-Konservatorium in Hamburg und 2007-2009 auch Dirigent des neu gegründeten Konservatoriumsorchesters. Seit 2010 Künstlerischer Leiter des Ernest-Bloch-Orchesters. 2006 wurde der Musiker mit dem internationalen Preis "Goldene Chanukkia" für Komposition in Berlin ausgezeichnet. Außerdem arbeitete er mit Theaterregisseur Peter Zadek zusammen. Leon Gurvitch ist Autor von mehr als 300 Kompositionen und Arrangements. Er hat verschiedene nationale sowie internationale Jazz- und Klezmer-Projekte geleitet. Seine Auftritte als Musiker führten ihn in die Schweiz, nach Holland, Finnland, Polen, Tschechien, Russland, Ukraine und in viele andere Länder. 2010 wurde das neue Album seines Ensembles Leon Gurvitch Project „Eldorado“ feat. Frank London (Grammy-Gewinner, New York) beim Label Morgenland / Harmonia Mundi / Naxos veröffentlicht.

Mittwoch,
07.03.2012 20.00 Uhr
Prof. Dr. Karin Schwarz: "Genuss ohne Reue?" Fettreduzierte Lebensmittel haben die Regale erobert, Vortrag der Universitätsgesellschaft

Mittwoch,
21.03.2012 20.00 Uhr
Dr. Rüdiger Kelm, Museum für Archäologie und Ökologie Dithmarschen, Albersdorf: "Sturmfluten, Wurten und Holzfunde - Archäologie der Nordseeküste"
Seit Jahrtausenden wird das Verhältnis von Mensch und Natur an der Nordseeküste von extremen Lebensbedingungen geprägt. Wie sich die frühen Siedler mit dem neuen und vor der Bedeichung in ständigem Wandel befindlichen Lebensraum Marsch von der späten Bronzezeit bis in das hohe Mittelalter hinein auseinandersetzten und welche Antworten sie z. B. auf die ständige Überflutungsgefahr und die Mangelversorgung mit Trinkwasser fanden, wird in dem Vortrag mit Hilfe von Lichtbildern aus archäologischer und landschaftskundlicher Perspektive erläutert. Eintritt: 3.- Euro


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